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Konzept

Party im Kuhfladen

Warum Weidehaltung wichtig ist

Ökolandbau erleben und begreifen

© Hof Belke

Was steckt eigentlich in einem Kuhfladen – und warum ist Weidehaltung wichtig? In diesem handlungsorientierten Bildungsangebot erkunden Schüler:innen anschaulich die Zusammenhänge zwischen biologischer Landwirtschaft, nachhaltiger Entwicklung und dem eigenen Konsumverhalten. Ausgehend vom Dilemma von Bauer Willi entwickeln sie gemeinsam Lösungsansätze, entdecken unterschiedliche Perspektiven und erkennen, wie ökologisch verträgliches Wirtschaften zur Zukunftsfähigkeit unserer Erde beiträgt.

Alter
8-12
Dauer
3h 30
Gruppengröße
25
Konzept speziell entwickelt für Ökobetriebe
Gut zu wissen
  • Ein Kuhfladen enthält viele kleine Tiere, oft 20–30 verschiedene Arten wie Käferlarven, Milben und andere Insekten, die darin leben und ihn zersetzen.
  • Der Kuhfladen wirkt wie ein natürlicher Dünger, versorgt den Boden mit Nährstoffen, unterstützt die Bodenlebewesen und sorgt für gesunde, widerstandsfähige Pflanzenbestände. Gleichzeitig fördert er Insekten und Bodenmikroorganismen, die die Weide ökologisch stabil halten.

Kurzbeschreibung

Was steckt eigentlich alles in einem Kuhfladen und wieso ist Weidehaltung wichtig? In diesem Bildungsangebot werden die Zusammenhänge zwischen der nachhaltigen Entwicklung der Erde, der biologischen Landwirtschaft und dem Konsumverhalten der Menschen handlungsorientiert und anschaulich in Zusammenhang gebracht. Ausgangspunkt ist das Dilemma von Bauer Willi, der im Zwiespalt Tierwohl, Selbstfürsorge, Wirtschaftlichkeit und den eigenen Visionen steckt. Die Schüler:innen werden aufgefordert ihm zu helfen und eine Lösungsmöglichkeit zu entwickeln. Dabei erforschen sie Zusammenhänge, entdecken Verbindungen, verschiedene Perspektiven, weitere Probleme aber auch Handlungsmöglichkeiten, die sie konkretisieren. Sie erkennen auch den Wert einer ökologisch verträglichen Wirtschaftsweise im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Entwicklung. Mit Hilfe verschiedener anschaulicher und handlungsorientierter Methoden wird das Bildungsangebot strukturiert und alles in Zusammenhang gebracht. Es bietet viele Möglichkeiten zur Weiterarbeit in der Schule oder auch auf dem Hof.

Wie viele unterschiedliche Pflanzen wachsen auf einer Weide?
alle Fotos © Hof Belke

Am meisten begeistert hat mich die Freude der Kinder als sie erfuhren, dass sie unsere am Hof produzierten Lebensmittel in den Geschäften vor Ort kaufen können. Endlich ist der Zusammenhang zwischen unserer Arbeit auf den Höfen und dem, was sie täglich auf dem Teller haben, klar geworden!

Claudia Belke, Hof Belke

Lernziele Biolandwirtschaft

Die Schüler:innen erkennen die Zusammenhänge zwischen Biolandwirtschaft, nachhaltiger Entwicklung und ihrem eigenen Konsumverhalten, z. B. hinsichtlich Artenvielfalt, CO₂-Speicherung, Erosionsschutz, gesunder Lebensmittel und Flächenverbrauch. Sie erfahren, warum Weidehaltung ökologisch wichtig ist, was in einem Kuhfladen steckt und wie landwirtschaftliche Entscheidungen Tierwohl, Wirtschaftlichkeit und Umwelt beeinflussen.

alle Fotos © Hof Belke

Lernziele im Sinne einer BNE

Erkennen -
Die Schüler:innen sollen die Zusammenhänge zwischen der Biolandwirtschaft und den Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung der Erde erkennen (Artenvielfalt, Co2-Speicherung, Erosionsschutz, wertvolle, gesunde Lebensmittel, Flächenverbrauch…)

Bewerten -
Sie sollen verschiedene Möglichkeiten in der Lebensmittelproduktion im landwirtschaftlichen Betrieb vergleichen und beurteilen können und Auswirkungen in andere Bereiche schlussfolgern können

Handeln -
Der Wert der biologischen Landwirtschaft sowie die Voraussetzungen für die Umsetzung einer biologischen Landwirtschaft sollen erkannt werden. Die Schüler:innen sollen in der Lage sein, sich eine eigene Meinung zu bilden und ihre Erkenntnisse, zum Beispiel in der Familie, weiterzugeben und so als Multiplitkator:innen wirken. Ggf. können sie eigene oder die Kaufentscheidungen der Eltern, beeinflussen.

Dieses Konzept nutzt folgende Methoden

Dieses Konzept wurde entwickelt von

Claudia Belke

Der Biohof Belke ist ein Betrieb, in dem Landwirtschaft und Pädagogik eng miteinander verzahnt sind. Als Umstellungsbetrieb auf biologische Landwirtschaft werden eine kleine Anzahl Rinder, 50 Coburger Fuchsschafe, 200 Legehennen im Mobilstall, einige Pferde und Esel sowie ein Pärchen Lippegänse gehalten. In einem Thermohaus und auf einer Ackerfläche werden Gemüse und Kartoffeln angebaut. Zum Betrieb gehören außerdem mehrere Hektar Wald. Alle land- und forstwirtschaftlichen Bereiche werden pädagogisch genutzt und fließen in Konzepte der Umweltbildung sowie der Bildung für nachhaltige Entwicklung für unterschiedliche Zielgruppen ein.

Kontakt
Hof Belke
Milstenau 41
57439 Attendorn-Milstenau